24.09.2021

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Ein männliches Tier ist im Odenwald sesshaft geworden


Wolfssichtung durch einen Autofahrer vor wenigen Tagen im Kreis Schwäbisch Hall. (Foto: privat)

(hr) In den Wäldern bei Eberbach wurde kürzlich anhand eines Beutetierkadavers der Aufenthalt eines Wolfs nachgewiesen.

Seit 2017 gibt es bestätigte Hinweise darauf, dass Wölfe auch den Odenwald bei Eberbach zumindest zeitweise oder auf dem Durchzug besuchten. Auf Gemarkung Mudau wurde am 13. August 2020 ein Wolf fotografiert, und nach einem Nutztierriss ebenfalls bei Mudau am 17. September 2020 wurde ein männlicher Wolf genetisch nachgewiesen, der die Bezeichnung "GW1832m" erhielt. Nach wiederholten Nachweisen auf Gemarkung Mudau wurde am 3. April der Wolf "GW1832m" erstmals auch auf Eberbacher Gemarkungsgebiet genetisch nachgewiesen, nachdem er im Ittertal Rotwild gerissen hatte.

Ende März wurde von der Landesregierung der Naturraum Odenwald als "Fördergebiet Wolfsprävention" ausgewiesen. Es ist das zweite Fördergebiet dieser Art in Baden-Württemberg und umfasst etwa 94 Städte und Gemeinden. Von Neckargemünd im Westen bis Boxberg im Osten, von Wertheim im Norden bis Neckarsulm im Süden. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2.630 Quadratkilometern. Die Experten gehen davon aus, dass sich GW1832m dauerhaft in der Region aufhält.

01.05.21

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