Angesagte Acts und unvergängliche Helden des Krautrocks (Fotos: Agentur)(hr) (bm) Beim 42. Finkenbach-Festival am 7. und 8. August gibt es ein großes Wiedersehen mit den Krautrock-Helden der vergangenen Jahrzehnte.
Wieder dabei sind die Festival-Mitgründer von 1977, “Guru Guru“. Sie treffen mit “Kraan“ (großes Bild) erneut auf Kollegen aus früheren Zeiten - eine Kombination, die schon dem letztjährigen Festival viel Zuspruch bescherte. Jetzt ist das Line-Up komplett. Mit der “Leif de Leeuw Band“ und “My Sleeping Karma“ komplettieren zwei angesagte Acts die zehn Bands an zwei Tagen.
Das Finkenbach-Festival lebt nicht nur in der seligen Krautrock-Vergangenheit der 1970er Jahre, sondern will mit der Zeit gehen. Immer wieder werden Newcomer eingebunden und angesagte neue, erfolgreiche Bands nach Oberzent ins Odenwald-Tal geholt. So ist unter anderem am Freitag um 23 Uhr mit “Pristine“ aus Norwegen (kleines Bild rechts oben) eine begeisternde und überzeugende Band aus dem Bereich Classic-, Vintage- und Retro-Rock dabei.
“Sula Bassana“, das Projekt von Multiinstrumentalist Dave Schmidt, eröffnet um 19 Uhr den ersten Festivaltag. Um 21 Uhr schlägt das Herz jedes Krautrock-Fans höher: “Guru Guru“, die Legenden um Mani Neumeier, stehen als Freitags-Headliner wieder auf der Bühne. Da werden auch die Klassiker wie “Elektrolurch“ oder “Living in the Woods“ nicht fehlen.
“My Sleeping Karma“ aus Aschaffenburg lassen den Freitag um 1 Uhr mit psychedelischem Rock ausklingen. Wie der Name schon vermuten lässt, spielt Spiritualität beim Sound eine zentrale Rolle. Live versetzt die Band ihre Zuhörer mit langen Instrumentalstücken in tranceartige Zustände. Ihr psychedelischer Groove Rock entwickelt einen hypnotischen Sog.
Zum Auftakt am Samstag, 8. August, sind um 15 Uhr die “Mars Mushrooms“ aufs Neue zu Gast: “Jamkraut“ ist der Begriff, den die Band verwendet, um ihre ungewöhnliche Musik zu beschreiben. Sie erfindet sich selbst gerne regelmäßig neu bei Auftritten mit improvisierter Rockmusik und archaischen Didgeridoo-Klängen - absolut tanzbar und 28 Jahre erprobt.
“Spiral Drive“ (17 Uhr) von Raphaël Neikes, den man auch von “Mother´s Cake“ kennt, bietet eine Verschmelzung von Psychedelic, Indie und Alternative Rock sowie Psych Pop und Grunge. Danach taucht das “Woodstock des Odenwalds” ganz tief ein in sein Vorbild: das Woodstock-Festival. Denn mit Bluesrock-Gitarrist Miller Anderson ist ein Veteran dieser glorreichen Zeit und ein echter Woodstock-Akteur zu Gast: 1969 trat er mit der Keef Hartley Band auf dem legendären Festival auf..
Die Headlinerposition am Samstag um 21 Uhr besetzt wieder “Kraan“. Die “Kraniche“ Peter Wolbrandt, Hellmut Hattler und Jan Fride, unterstützt von Keyboarder Martin Kasper, liefern eine Mixtur aus Jazz und (Kraut-)Rock. Sie gehörten in den 70er und 80er Jahren zu den bekanntesten Vertretern ihres Genres mit legendären Instrumentalstücken.
Die “Leif de Leeuw Band“ (kleines Bild rechts unten) um 23 Uhr ist zwar fest im Blues verwurzelt, berührt aber auch andere Musikgenres. Sie kreiert ihren eigenen Sound und mischt Einflüsse aus der Musik der letzten Jahrzehnte wie Funk, Soul und Fusion. Den furiosen Abschluss des diesjährigen Festivals soll wie schon in den vergangenen Jahren der Gitarrist und Sänger Alex Auer mit seiner „Banda“ featuring Adax Dörsam und tanzbarem Westcoast-Rock liefern.
Oft nachgefragt, 2026 wieder angeboten: Es wird in Zusammenarbeit mit der OREG einen kostenlosen Bustransfer geben. Der Bus pendelt zwischen dem Hirschhorner Bahnhof, dem Festivalgelände und dem Bereich in der Stried Beerfelden, wo es ausreichend Parkplätze gibt, fortlaufend hin und her.
Die Festivalmacher setzen auf Regionalität. Etliche Liter hausgemachte Kichererbsensuppe werden für jedes Festival in heimischen Küchen zubereitet. Die vegane Essensvariante erfreut sich seit 2023 großer Beliebtheit. Außerdem werden wieder zahlreiche Kuchen in Finkenbach und in den Nachbardörfern gebacken.
Das Finkenbach-Festival ist auch für einen Familienurlaub mit Kindern mitten in der Natur geeignet. Denn direkt neben dem Gelände liegen viele Freizeitangebote wie Freibad mit günstigen Preisen, Spielplatz, Kleinspiel-, Beachvolleyball- oder Boule-Feld. Das Kneipp-Tretbecken in der Saubuche ist nicht weit weg.
Tickets gibt es im Vorverkauf unter anderem in Eberbach bei der Buchhandlung Greif oder in der Tourist Information.
Infos im Internet: www.finkenbachfestival.de
02.07.26 © 2026 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de |