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Nachrichten > Sport und Freizeit

Ungenehmigte Pfade sind haftungsrechtlich problematisch


Gesperrter illegaler Trail in der Nähe des Breitenstein-Gebiets. (Foto: Hubert Richter)

(bro) (stve) In verschiedenen Eberbacher Waldbereichen sind in den letzten Monaten Mountainbike-Strecken, sogenannte Single-Trails, quer durch den Wald entstanden. Hier wurden laut Stadtverwaltung ungenehmigt und ohne Absprache mit dem Waldbesitzer schmale, über Stock und Stein bergab führende Fahrradstrecken angelegt und zum Teil zusätzlich mit Rampen, Steilkurvenbegrenzungen und andere Verbauungen versehen, um sie für die Nutzer attraktiver zu gestalten.

Das Landeswaldgesetz Baden-Württemberg regelt, dass das Radfahren im Wald nur auf geeigneten Wegen und Straßen mit einer Mindestbreite von zwei Metern erlaubt ist. Auf unbefestigten Trassen im Wald, Fußwegen, Sport- und Lehrpfaden sowie abseits der Wege ist das Radfahren grundsätzlich verboten.

Nachdem die Nutzung und die Anzahl dieser illegalen Strecken zugenommen hat, hat sich die Stadtförsterei dazu entschlossen, das weitere Vorgehen mit der Verwaltungsspitze im Rathaus abzustimmen, denn: "Wenn wir es wissen und dulden, machen wir uns haftbar", da sind sich Bürgermeister und die Förster einig.

„Wir freuen uns, wenn Menschen die Nähe zur Natur suchen und das Radfahren ist im Stadtwald auf Forstwegen auch weiterhin möglich“, betonen diese. Stadtverwaltung, Forst, Mountainbiker und Naturpark befinden sich schon seit längerem im Dialog, wie und unter welchen Voraussetzungen Mountainbike-Touren bzw. Single-Trails im Eberbacher Stadtwald ausgewiesen werden können. Das Konzept hierzu muss allerdings noch ausgearbeitet, rechtlich abgesichert und letztlich vom Waldbesitzer und der Unteren Forstbehörde beim Landratsamt genehmigt werden.

Besonders kritisch wird gesehen, dass manche Biker die Trails bis in die Dunkelheit befahren, denn gerade während der Dämmerungs- und Nachtstunden seien Wildtiere besonders empfindlich und sollten so wenig wie möglich in ihrem Lebensraum gestört werden.

Die ungenehmigten Pfade seien haftungsrechtlich problematisch, und mit ihnen werde auf andere Waldbesucher sowie die Rückzugsräume von Pflanzen und Wildtieren keine Rücksicht genommen. Daher könnten sie nicht geduldet werden, so die Stadtverwaltung.

30.04.20

Lesermeinungen

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Von Noch ein Biker (03.05.20):
Also ich fahre solche Trails auch ab und an und es wäre vielleicht wirklich mal an der Zeit, dass die Stadt bzw. die Politiker sich dem Problem auch mal annehmen, denn eine Randgruppe sind die Biker eigentlich mittlerweile nicht mehr.
Die zwei Meter Regel gibt es deutschlandweit nur in unserem Ländler, überall bedarf es einer keiner besonderen Regelung bzgl. der Wegbreite, nur bei uns. Aber mal ehrlich, wer Trails fahren möchte, der macht das... Regel hin oder her. Mir kommen da eigentlich auch so gut wie nie Wanderer entgegen und wenn dann gab es nie Probleme. Aber durch die neuen Trails stören die Biker niemanden und wenn sie gesperrt werden, wird wieder mehr auf den Wanderpfaden gefahren oder es werden wieder neue Trail angelegt. Wäre es da vielleicht nicht im Sinne aller, eine Lösung für alle zu finden und diese Wege offiziell zu genehmigen. Bei anderen Gemeinden geht das, warum also nicht auch bei uns?
Thema Umweltzerstörung: dass die Waldarbeiten gemacht werden müssen, sollte jedem klar sein. Und dass dafür keine Pferde und Waldarbeiter, sondern fast nur noch die großen Vollernter verwendet werden, lässt sich halt in der heutigen Zeit aus Kostengründen auch nicht mehr vermeiden. Jeder will billige Möbel haben, aber nichts dafür bezahlen wollen. Da sind wir selbst mit schuld. Aber dass die Stadt bzw. die Förster diese Trails mit der Begründung der Naturzerstörung einfach absperren, ist halt auch nicht der richtige Weg. Wenn so ein Vollernter einmal eine Schneise zieht, zerstört der mehr als eine Gruppe Biker in ihrem Leben zerstören können.
Vielleicht können die Initiatoren der damaligen Diskussion diese wiederaufleben lassen und vielleicht lässt sich wirklich ein zukunftsfähiges Konzept ausarbeiten.


Von Freizeitler (02.05.20):
Ich finde auch, das man den Mountain Biker ihre Strecken lassen sollte, weil wenn sie hier nicht fahren, fahren sie woanders... das ist nun mal so. Ich kenne das auch von anderen Sportarten wo mein Sohn tätigt... Es geht nur ein miteinander und kein gegeneinander.
Außerdem, wenn Mountainbike bei uns ne Randgruppe ist, was soll denn da der ganze Aufstand. Ich lauf die schmalen Wege auch gerne, und hatte seltenst Biker auf der Strecke.
Was aber garnicht geht ist Nachts im Wald joggen oder biken...das finde ich unmöglich...


Von Bürger (original) (02.05.20):
@Biker: Nochmal nachlesen, bitte. :-) Zustand der Wege: Jeder der genau hinsieht kann in den Kurven den Verlauf des Pfads und den Weg der Biker sehen. Es kann leider nicht jeder gut fahren,- Noch was: Es ist ganz und garnicht richtig, so zu tun als würden bestimmte Regeln nur in BaWü gelten: Ein bissl komplizierter ist es „Gott sei Dank“ doch.

Unser Wald ist leider kein Urwald, sondern ein bewirtschafteter Forst... in dem Holz angebaut und entsprechende Wirtschaft stattfindet - was auch immer ich davon halte: Der Eigentümer entscheidet, auch über die Bedingungen.

Heißt also: Wir als Wähler sollten unsere Vertreter in die Pflicht nehmen, - für das eine wie auch das andere. Vielleicht lesen die Räte ja auch mal die Kommentare. ;-) Vielleicht merkt ja auch jemand, dass so mancher Bus-Urlauber nicht nah am Neckar sein will... sondern gerne Trail fährt.


Von Biker71 (02.05.20):
Es gab im Jahre 2015 mal ein Versuch der CDU mit Mountainbiker, festgelegte Trails anzulegen um Eberbach, warum wurde das nicht weiter verfolgt.
War es nur eine Wahlkampfveranstaltung oder war die Lobby der Jägerschaft doch zu stark in den CDU Reihen
www.omano.de/art_ausgabe.php?id=32669

Ich bin schon fast 30 Jahre mit dem MTB in den Eberbacher Wäldern unterwegs auch auf Trail unter 2m Breite , weil die halt eben auch Spaß machen.
Habe hier auch noch nie negative Erfahrungen mit Spaziergängern gemacht, ein kurzes freundliches Hallo und langsam weiterfahren.
Vielleicht kann man sich mal wieder gemeinsam an den Tisch setzen und ein Konzept ausarbeiten das beide Parteien zufrieden stellt.
In anderen Kommunen klappt das schon das man sich auf fest ausgewiesene Trails einigt.
Wenn derzeit, bei dem durchfeuchteten Waldboden, ein Holz Vollernter senkrecht einen Hang hinab fährt wächst an der Stelle auch jahrelang nix mehr.
Aber wie gesagt hier steht eben eine andere Lobby dahinter.


Von Georg Philipp Lang (02.05.20):
@ Biker

Bei dem was man im Wald so alles sieht geb ich dir sogar recht.
Und denen gehört nun mal der Wald; partiell zumindest. Und was und wie die dort arbeiten ist nochmal ne andere Hausnummer.
Aber ich kann halt als Biker außerhalb der Wege auf fremden Grund u. Boden mir nicht, mir nix dir nix, meine persönliche Spaß- Downhill Rennstrecke errichten.
Das bleibt nunmal Fakt.Punkt.


Von Faratfahrer (01.05.20):
das Farat hat im Wald soviel verloren wie das Re oder Hirsch auf der Straße

Von Georg Philipp Lang (01.05.20):
@Biker
Also bei aller Liebe zum Freizeitsport aber als Randsportgruppe könnt ihr euch Biker doch wahrlich nicht mehr bezeichnen.
Und auch wenn ihr nahezu "emmisionsfrei"... unterwegs seit könnt ihr euch nicht alles erlauben. Auch dann nicht wenn, wie ihr mit eurem verächtlich arroganten Vorschlag meint, eure Doppelmoral mit 5 Euro erkaufen zu wollen.
Tut mir leid aber so geht´s nicht.


Von Ein Biker (01.05.20):
Hallo Bürger,
ich fahre mittlerweile seit über 30 Jahren Mountainbike und habe in dieser Zeit schon etliche Trails befahren und sehr viele davon immer und immer wieder. Und ich kann ihnen versichern das sich die Trails in dieser Zeit nicht wirklich verändert haben. Sie gehen in keinem einzigen Satz auf meine Ausführungen ein. Den Wald macht nicht der Jogger und auch nicht der Mountainbiker kaputt. Haben sie sich mal eine Rückegasse angeschaut nachdem ein Harvester bei durchweichtem Boden seine Arbeit verrichtet hat? Diesen Schaden werde ich mit einem Mountainbike auch mit der aller größten Anstrengung niemals nicht hinbekommen. Ich liebe und respektiere die Natur. Das können sie mir glauben. Aber ich habe ein Problem damit wenn Raubbau und ähnliches unter dem Deckmantel von Profit legalisiert wird. Ein kleines Beispiel dazu: ich habe vom Förster ein Los zum Holz machen erworben in dem vorher ein professioneller "Erntetrupp" die Sahnestückchen abgeerntet hatte. Und das mit den üblichen Heavy Duty Gerätschaften. Der Wald sah furchtbar aus, In den Pfützen schimmerte in Regenbogenfarben das Hydrauliköl das aus den Vollerntern trielte. Der Förster: "bitte zum Tanken des Biosprits eine Fließ unterlegen das da nichts ins Erdreich gelangen kann. Und auch nicht mit dem Traktor in den Wald fahren sondern per Seilwinde das Holz rausziehen". Mit unserem 70 PS Traktor und Allrad hätte ich mich eh nicht in die Rückegasse getraut. Wahrscheinlich wäre ich da nicht mehr rausgekommen. Das ist doch ein Witz! Aber die Mountainbiker sind diejenigen die den Wald kaputt machen.deshalb: der der bezahlt darf das!


Von Buerger (original) (01.05.20):
Ich bin grundsätzlich anderer Meinung als der Biker und verstehe auch den Artikel anders. Ich empfinde die dargestellte Sachlage sogar als differenziert und zurückhaltend dargestellt.

Als Waldläufer kenne ich seit mehr als 25 Jahren eigentlich alle relevanten Pfade durch den Wald und bin seit längerem entsetzt darüber, wie diese Wege befahren werden und welcher Zustand sich daraus ergeben hat. Alle traditionellen Wege sind mittlerweile frei von Gras, Moos und Wurzeln - der Charakter einiger Wege hat sich innerhalb der letzten 5-6 Jahre grundlegend geändert, noch intensiver seit motorisierte Bikes günstiger geworden sind. Nun hatten sich offensichtlich endlich einige Leute entschlossen alternative Wege anzulegen, was die alten Pfade deutlich geschont hat. Eine Erholung kann ich leider nicht ausmachen.

Auch ich fahre gerne mit meinem Bike durch den Wald, trotzdem:

Ich empfinde die Sperrung dieser Wege als überfällig, auch wenn bereits vorher einfache Absprachen und Kontrollen hätten erfolgen müssen. Ich hoffe, dass es aber einen konkreten (Zeit-)Plan für das weitere Vorgehen gibt: Nun werden die Biker wieder auf die klassischen Wege gehen, wenn das zu lange geht sind diese Wege vollends hinüber. Das verstehe ich auf gewisse Weise sogar.

Ich habe oft die Diskussion gesucht, wenn man sich im Wald „an der falschen Stelle“ mit dem Fahrrad trifft - und das Problem ist doch: Es fehlen bislang die Alternativen,-

PS, Biker: Warum müssen „Randgruppen“ eigentlich immer besonders geschützt oder beachtet werden? Es sind doch „Randgruppen“, ein Angriff war der Artikel und die Sperrung sicher auch nicht.

PPS: Wo sonst Umweltschutz und Nachhaltigkeit so wichtig sind, sollte man als typisches Mitglied einer entsprechenden Ra(n)dgruppe doch den Wald und seine natürlichen Bewohner ehren und schonen - für die kommenden Generationen bewahren. Insbesondere, wenn man sich im (Randgebiet eines) Naturschutzgebiets befindet.


Von Ein Biker (30.04.20):
Der Verfasser dieses Berichts ist ja zweifelsohne absolut Neutral. Wenn man ein klein wenig zwischen den Zeilen liest, weiß der geneigte Leser sofort zu welcher Fraktion der Verfasser gehört. Aber darum soll es ja hier nicht gehen. Fakt ist, das mal wieder auf eine Randgruppe geschimpft wird die anstatt sich in irgendwelchen Kneipen, Spielcasinos oder Parks rumzutreiben, lieber die Freizeit in der Natur und mit Sport verbringt. Aber die "bösen" Biker stören ja das Wild und die machen ja auch aus Jux und Tollerei den Wald kaputt...! Diejenigen die das behaupten sollten mal gerade aktuell in den Wald gehen und sich anschauen was die Holztrupps die den Borkenkäfer besiegen wollen oder die Sturmschäden beseitigen möchten so an Kollateralschäden anrichten! Da muss man sich echt fragen ob es nicht bessrer wäre einfach alles so zu lassen wie es ist. Aber - da ist ja noch etwas was ich total außer acht gelassen habe - das schnöde Mammon. Denn wenn ich eins im Leben gelernt habe, ist, das da wo Geld fließt eine Lobby entsteht und urplötzlich über solche Nebensächlichkeiten wie zerstörte Wege und Raubbau im Wald geflissentlich hinweg gesehen wird. Hauptsache die Wege sind noch mit Allradbewährten Fahrzeugen befahrbar sodass der Weidmann bis unter den Hochsitz fahren kann.
Mein Vorschlag: hängt Kässchen an die Bäume! Jeder Biker soll ein Fünfer ins Schweinderl werfen und gut ist! Wenn der Vandalismus Geld in die Kassen spült ist das automatisch legitimiert. Und aus welchem Grund die 2 Meter Regel nur in Baden Württemberg bestand hat entzieht sich meinem Verständnis. Ein Zeichen des Föderalismus? Wer`s glaubt....


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