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Nachrichten > Kultur und Bildung

Romantischer Flötenabend begeisterte - Hommage an die Harfe am 15. Juli


(Fotos: Stefan Pahl/privat)

(bro) (hqu) Trotz der Corona-Pandemie fanden die Mitglieder des Fördervereins Klosterkirche Hirschhorn zwischen allen Abstands- und Hygienebestimmungen Möglichkeiten, die beliebten Ausklang-Andachten gegen alle Widerstände auch im Sommer 2020 allen zugänglich zu machen, die gerne den Klosterberg besteigen oder einen Internetanschluss zu Hause haben. Wieder konnten hochkarätige Musiker aus nah und fern gewonnen werden, die jetzt oftmals sogar besonders begrüßen, dass sie endlich wieder vor echtem Publikum auftreten können, auch wenn dieses nun etwas weiter auseinander sitzt als sonst.

Aus Salzburg und Mannheim waren Aleksandra Pechytiak und Anna Gas am 24. Juni angereist und bestritten als Flöten- und Klavierduo den zweiten von zwölf Ausklang-Abenden der seit 2013 existierenden Reihe.
Vorstand Roland Ziegler zeigte sich bei seiner Begrüßung darüber erfreut, dass die von ihm willkommen geheißenen Gäste die Klosterkirche „aufgefüllt“ haben, denn die 33 Plätze, die trotz der vorgeschriebenen Abstände möglich sind, waren belegt.

Die beiden talentierten jungen Damen den Altarraum gaben als erstes die 3 Romanzen op. 94 von Robert Schumann zum Besten. Dabei fiel vor allem das präzise und gefühlvolle Zusammenspiel der beiden Künstlerinnen auf, denn Anna Gas stellte sich auf alle geschmackvoll gewählte Agogik ihrer Solistin geradezu optimal ein. Bei den „Variationen über ein Rossini-Thema“ von Frederic Chopin zeigte sich Aleksandra Pechytiak sogleich als hervorragende Flötenvirtuosin. Doch gleich darauf durften alle beim Walzer für Klavier in cis-Moll op. 64 No. 2 desselben Komponisten hören, dass Gas ihrer Kollegin auf ihrem Instrument auch an Virtuosität in nichts nachsteht. Nun pausierte das Klavier, und Pechytiak erzählte dem Publikum im fünfundreißig Takte dauernden Stück „Syrinx“ von Claude Debussy noch die darin vertonte Geschichte von der gleichnamigen Nymphe, die keusch vor dem ihr nachstellenden Hirtengott Pan flüchtete und dabei auf Wunsch in ein Schilfrohr verwandelt wurde. Mit der aus diesem Schilfrohr gebauten Flöte spielte sich Pan sodann seine Sehnsucht nach Syrinx aus der Seele. Obwohl kaum jemand im Publikum die Geschichte kannte, bekamen viele Gänsehaut, denn Musik spricht auch für sich. Allerdings hätte das zusätzliche Verbalisieren dieser Sage auch gut in die Idee der Ausklang-Andachten gepasst, und ein Bogen zur Heiligen Cäcilia, der keuschen Patronin der Musiker ist bei dieser Erzählung ja schon fast fertig gespannt. Nach der technisch wie musikalisch ebenfalls hervorragend interpretierten dreisätzigen Sonate in a-Moll D 821 „Arpeggione“, bei der sich Franz Schubert wieder einmal als Wegbereiter des romantischen Virtuosentums zeigte, sodass das Publikum mit dem Applaus gar nicht bis zum letzten Satz warten konnte, gab es stehende Ovationen, die das Duo mit einer Zugabe von Rachmaninow beantwortete.

Doch auch nach über einer Stunde Spielzeit war an diesem Johannisfest die Sonne - ganz entgegen der Idee der Ausklang-Andachten - noch lange nicht untergegangen, und so wurden die Gäste ausnahmsweise in einen Sommerabend entlassen, der ähnlich hell war wie ihre Stimmung nach solch einem Abend echter Live-Musik in einer sonst eher düsteren, ungewissen und von Beschränkungen und Verlusten bestimmten Zeit, in die Stefan Pahl noch ganz bewusst einen Abendsegen sprach.

(as) Am 15. Juli um 20.44 Uhr steht die musikalische Ausklang-Andacht in der Hirschhorner Klosterkirche ganz im Zeichen der Harfe. Das gesamte Konzert ist eine Hommage an das Instrument, dem engelsgleiche Töne zugesprochen werden. Es spielt Jelena Sophia Engelhardt.

Bereits mit elf Jahren feierte sie Erfolge am Klavier, entschied sich dann jedoch für die Harfe als „ihr” Instrument. Sie lernte bei Adalgisa Turrisi, später bei Lucia Bova in Rom und schloss bei Patrizia Tassini mit dem Master am Musikkonservatorium in Udine (Italien) mit Bestnote ab. Ihr Zusatzstudium absolvierte sie bei Prof. Ronith Mues an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Als Solistin ist sie eine gefragte Partnerin bei renommierten Konzerten im In- und Ausland und hat seither etliche Preise und Auszeichnungen gewonnen.

Der Ausklang in der Hirschhorner Klosterkirche ist für sie ein ganz besonderes Ereignis, denn die Akustik und das Ambiente sind beeindruckend. Folglich beinhaltet ihr Programm ganz spezielle, auf die Harfe maßgeschneiderte Werke.

Neben dem klassischen Harfenrepertoire hegt Sophia Engelhardt ein besonderes Faible für Arrangements spanischer und südamerikanischer Musik. Die spanischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts sind vor allem für Kompositionen an Klavier und Gitarre bekannt und vieles davon eignet sich wunderbar für die Harfe, wie die Künstlerin an diesem Abend unter Beweis stellen wird.

Die Ausklang-Andacht am 15. Juli wird also wieder ein „himmlisches“ musikalisches Ereignis mit einer preisgekrönten Künstlerin. Dennoch findet der Abend unter „Corona-Bedingungen“ statt, mit Maskenpflicht am Ein- und Ausgang und zugewiesenen Plätzen in der Klosterkirche und als Ergänzung mit Live-Übertragung in den Klosterhof respektive in den Kapitelsaal. Mike Müller vom Ceol-Tonstudio in Kortelshütte hat zudem wieder auf YouTube einen Livestream (Link s. u.) eingerichtet, so dass Musikfreunde auf der ganzen Welt diesen Abend verfolgen können.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Infos im Internet:
www.ceol.studio


06.07.20

Lesermeinungen

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Von Beeindruckter Zuhörer (06.07.20):
Das Duo der beiden Damen war beeindruckend. Ein klangvolles und harmonisches Spiel, selbst das alte Klavier klang auf einmal wie ein Steinway-Konzertflügel. Ich werde den schönen Abend lange nicht vergessen. Vielen Dank auch an die Künstler-Akquise.

Doch nicht jedes Konzert im Ausklang ist gleich gut oder auch empfehlenswert. Das Cellospiel jüngst war z.B. perfekt, doch der Stil war affektiert. Außerdem war der Auftritt sehr kurz und hat trotz Zugabe noch nicht einmal eine halbe Stunde gedauert.
Die Solistin und ihre Begleitung von der Musik Akademie Heidelberg kamen in Hirschhorn schon ein wenig arrogant rüber. Es waren u.a. Kunstlieder der Romantik u.a., aber auf dem Cello gespielt, eben Geschrammel mit Bravour. Der anschließende Abendsegen von Pater Joshi wirkte in diesem Zusammenhang schon ein wenig deplatziert.
Ach, und wo war die versprochene Übertragung im Internet für die Daheimgebliebenen? So ein Ausklang wie geboten lohnt nicht einmal die Anfahrt.

Auch das Ensemble vom ersten Abnd war Spitzenklaase.


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