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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Reger Zuspruch - Initiative hofft auf viele Unterschriften

(bro) (hwr) Nachdem die Eberbacher Klimainitiative sich Ende vergangener Woche der Presse vorgestellt hatte, warb die Initiative auf dem Samstagsmarkt für ihr Anliegen. Zahlreiche Marktbesucher blieben stehen und wollten hören, worum es der Initiative geht. Insgesamt interessierten sich rund 100 Eberbacher.

In den Gesprächen betonten die Vertreterinnen und Vertreter der Initiative, dass es aktuell nicht um einzelne Klimaprojekte gehe, jede und jeder solle sich angesprochen fühlen.

Das große Ziel der Initiative ist es, viele Unterschriften einzusammeln (Link s. u.). Damit soll der Eberbacher Gemeinderat aufgefordert werden, einen Grundsatzbeschluss zu fassen, dass Eberbach bis 2035 klimaneutral sein wird. Sobald dieses Ziel erreicht ist, will die Initiative überlegen, wie der Politik noch mehr Rückenwind gegeben werden kann. "Die Zeit ist knapp", betont die Initiative, "wir haben nur noch 15 Jahre."

Erste Gespräche mit Kommunalpolitiker und Gemeinderäten gab es schon auf dem Markt, jetzt sollen Einzelgespräche folgen.

Infos im Internet:
www.klimainitiative-eberbach.de


14.09.20

Lesermeinungen

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Von Stefan Klein (27.09.20):
Hallo “Klara Fall”, vielen Dank für die ergänzende Erklärung. Kann ich gut nachvollziehen. Mit der Frage nach Maß und Sinn, die Sie aufwerfen, treffen Sie sicher den zentralen Punkt, um den sich die Diskussion dreht. Von demjenigen, der in Panik gerät bis zu demjenigen, der alles vehement abstreitet (und damit auch ein wenig panisch wirkt, für meinen Geschmack), geht es darum, welche Veränderung nötig ist.
Und sie nennen auch die zentralen Aspekte: Umweltverträglichkeit, Gesellschaftsverträglich und Wirtschaftsverträglichkeit. Meiner Ansicht nach - und das klingt wohl auch bei Ihnen an, wenn Sie sagen, wir sollten nicht umweltpolitisch zu weiter machen - waren diese Aspekte über Jahrzehnte nicht im Einklang. Nach Einschätzung von IPCC und Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung ergibt sich für die Umweltverträglichkeit rein rechnerisch dieses Ziel.
Das kann nicht heißen, dass die Verhältnismäßigkeit jetzt völlig in die andere Richtung kippt (wobei ein gewisser Nachholbedarf aus der vergangenen Vernachlässigung vielleicht zu rechtfertigen wäre). Ich denke allerdings, es gibt gute Ansätze, das Ganze sozialverträglich zu gestalten und auch sehr große Finanzakteure (Münchner Rück, Black Rock) äußern deutlich, dass dringend etwas getan werden muss, in ihrem eigenen Interesse.
Den Sinn eines Ziels sehe ich schlicht in Fokussierung, nicht in Panikmache. Ziele sind ja auch in der Wirtschaft ein völlig übliches Mittel zur Steuerung von Aktivität. Und die meisten von uns kennen es wohl: je kürzer die Zeit zur Prüfung oder Abgabe, desto höher der Fokus. Die Gratwanderung zwischen produktivem Druck und Panikmache kann sicher schmal werden, da haben Sie Recht. Persönlich schwanke ich zwischen beidem: großer Sorge, die mich auch antreibt, aber auch großer Zuversichert, dass wir zu einigem in der Lage sind. Auch hier in Eberbach. Würde mich freuen, wenn wir uns mal begegnen.


Von Klara Fall (24.09.20):
Hallo Herr Klein, danke für ihre Antwort. Mir ist das Prinzip der Zeitverzögerung in der Klimaenentwicklung schon klar. Das ändert nichts an der Tatsache, dass, wie ich anmerkte, hier von Ihnen eine Zeitverzögerung an die nächste Zeitverzögerung angefügt wird. Prinzipiell bin ich gegen diese genauen Zeitraumangaben, sie erzeugen einen Druck, der an Panikmache a la Greta erinnert. Was ja nicht im Umkehrschluss bedeuten soll, dass wir alle die Hände in den Schoß legen und umweltpolitisch weiter machen wie bisher. Es geht um das wie und was, um Maß und Sinn, um Gesellschafts- und Wirtschaftsverträglichkeit, was auszuführen hier den Rahmen sprengen würde. - Den BILD-Artikel gibt es als Text nicht (jedenfalls habe ich ihn nicht mehr im Netz mehr gefunden), dafür aber die Titelseite mit diesem Aufmacher. Den werde ich Ihnen als screenshot schicken. - Beste Grüße, vielleicht sieht und spricht man sich mal.

Von Stefan Klein (22.09.20):
Liebe “Klara Fall”, Sie haben natürlich Recht, die Welt wird nicht plötzlich explodieren und wir werden auch nicht alle plötzlich in der Hölle landen.

Bei den 15 Jahren handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um den Zeitraum, in dem sich die volle Wirkung zeigen wird (zumindest nicht bei uns), sondern um den Zeitraum, in dem noch ein Handlungsspielraum besteht. Das Klima reagiert träge, Ursache und Wirkung folgen nicht unmittelbar aufeinander, das macht es trügerisch. Wenn Sie in Ihrer Wohnung das Licht anschalten, merken Sie den Effekt sofort, wenn Sie hingegen die Heizung aufdrehen, dauert es eine Weile bis die Wirkung ihres Handelns spürbar wird. Wenn wir die nächsten 15 Jahre nichts tun, wird es nach 15 Jahren immer noch ganz erträglich sein. Ein paar Jahrzehnte später irgendwann nicht mehr. Dann ist es aber zu spät, etwas daran zu ändern. Darin besteht die Verantwortung unseren Kindern gegenüber. (wobei man sagen muss, dass sich die Wirkungen auch in den letzten paar Jahren bereits deutlich zeigen)

Der Artikel der BILD Zeitung, von dem Sie schreiben, ist mir nicht bekannt. Ich wäre wirklich interessiert. Falls Sie ihn noch finden im Internet, freue ich mich über einen Link. Sie erreichen mich über die Klimainitiative (Link oben im Artikel).
Ansonsten natürlich auch die herzliche Einladung Kontakt aufzunehmen, uns persönlich kennen zu lernen und sich mit uns auszutauschen. Wir haben nicht den Anspruch, die Zukunft zu kennen, wir orientieren uns an den zentralen und mittlerweile ständig wiederholten Aussagen und Warnungen der Wissenschaft.


Von Klara Fall (17.09.20):
"Die Zeit ist knapp", betont die Initiative, "wir haben nur noch 15 Jahre." - Ich weiß nicht recht, eigentlich müssten wir alle schon in der Hölle schmoren. Denn vor dreizehn Jahren titelte die BILD-Zeitung über die gesamte erste Seite: "Wir haben nur noch dreizehn Jahre". Was keine Erfindung dieses Blatts war, sondern damals nur die Meinung der sogenannten Klimaforscher wiedergab. Ich gehe die Wette ein, dass, wenn wir nicht alle Coronabedingt schon die Radieschen von unten sehen, man in fünfzehn Jahren getrost wieder die apokalyptische Vorhersage der Eberbacher "Klimainitiative" hervorholen kann.

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