WERBUNG


Volksbank Neckartal

Gelita

Sparkasse Neckartal-Odenwald

Werben im EBERBACH-CHANNEL

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
01.07.2022
                   WhatsApp-Kontakt
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  VIDEOS  |  TERMINE  |  DISKUSSION  |  ANZEIGENMARKT 

Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Stadtpolitik positioniert sich klar dagegen

(tom) Das WindrĂ€der-Spiel in der Stadt Oberzent dreht sich fröhlich weiter. Die Kommune wehrt sich mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen gegen das Ansinnen von Projektierern, auf ihrer Gemarkung Windkraft-Anlagen zu errichten. 2020 verabschiedete die Stadtverordneten-Versammlung mit großer Mehrheit eine entsprechende Resolution. Allerdings lassen sich potenzielle Betreiber davon nicht abschrecken, ihre Planungen voranzutreiben.

Am weitesten gediehen sind diese im Bereich Katzenwinkel oberhalb von Etzean. Hier wollte die Firma Juwi aus Rheinland-Pfalz ursprĂŒnglich fĂŒnf Anlagen auf Oberzent-Gebiet errichten. Aufgrund der NĂ€he zum Stadtteil fielen zwar zwei weg, dafĂŒr gibt es aber drei neue angrenzend auf Mossautaler Gebiet. Bisher zog die Stadt mit ihren rechtlichen Anstrengungen den KĂŒrzeren.

Man wollte dem Betreiber das Wegerecht verwehren, was aber vor Gericht nicht klappte. Im Dezember trudelte nun der Genehmigungsbescheid des RegierungsprĂ€sidiums Darmstadt fĂŒr die drei WindrĂ€der ein. Gegen diesen hat die Stadt bereits per Eilantrag Klage erhoben. Man will damit vermeiden, dass durch den enthaltenen Sofortvollzug bereits vollendete Tatsachen geschaffen werden, erlĂ€utert BĂŒrgermeister Christian Kehrer.

Die BaumfĂ€llungen im betreffenden Gebiet wĂ€ren allerdings schon möglich, ergĂ€nzt das Stadtoberhaupt. Noch unklar ist seinen Worten zufolge, ob die Zuwegung fĂŒr die drei Anlagen Richtung GĂŒttersbach ebenfalls ĂŒber Beerfelden erfolgen wĂŒrde. Im GesprĂ€ch ist hier die Strecke an der Kompostieranlage vorbei.

Objekt der Planer-Begierde ist auch der Finkenberg zwischen Finkenbach, Hinterbach, Olfen und Falken-GesĂ€ĂŸ. Allerdings hat die Stadt dort von den interessierten Firmen „schon lange nichts mehr gehört“. Was aber nicht heißen muss, dass diese nicht im Hintergrund tĂ€tig sind. Von Enercon und NWind sind dort ursprĂŒnglich neun Anlagen geplant.

FĂŒr den Wege- und Leitungsbau sollen 22 FlurstĂŒcke der Stadt in Anspruch genommen werden, teilt Kehrer mit. Ein grĂ¶ĂŸerer Teil gehört aber nur einem Großgrundbesitzer. Verhinderungschancen sieht der BĂŒrgermeister deshalb etwas kritisch. FĂŒr ihn ist aber sowieso der Stavo-Beschluss von 2020 relevant, der grundsĂ€tzlich Rotoren ablehnt.

Diese FlÀche am Finkenberg ist die einzig verbliebene, die im gemeinsamen Windkraft-FlÀchennutzungsplan (FNP) des Odenwaldkreises vorgesehen war. Der wurde allerdings vom RegierungsprÀsidium zugunsten des Windkraft-Regionalplans kassiert, der deutlich mehr Gebiete im Kreis vorsieht. Dagegen gab es einen Normenkontrollantrag. Alle Kreis-Kommunen erwarten mit Spannung die Verhandlung, die Ende April vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig beginnt.

Auf der Hirschhorner Höhe zwischen Rothenberg und Beerfelden mĂŒht sich gerade die Firma PNE ab, die privaten GrundstĂŒcksbesitzer von den Segnungen der Windkraft zu ĂŒberzeugen. Im November gab es ein Treffen, von dessen Ergebnis Kehrer allerdings nichts bekannt ist. Da es jedoch viele verschiedene EigentĂŒmer gibt, „tut sich wenig“. Der Stadt ist es recht.

Oberhalb vom Leonardshof hat Oberzent die Hand darauf. Dort sind alle im Regionalplan genannten FlĂ€chen in stĂ€dtischen Besitz. Wenn fĂŒr dieses Gebiet Anfragen kommen, „sagen wir, dass wir nicht interessiert sind“, erlĂ€utert er. Im FNP war ursprĂŒnglich noch die Sensbacher Höhe vorgemerkt, aber die flog wegen der dortigen schĂŒtzenswerten Vogelpopulation raus.

07.02.22

Lesermeinungen

Lesermeinung schreiben
Von Lothar Jost Jost (08.02.22):
Den Streit um die WindrĂ€der sollte man weder als Spiel bezeichnen, noch mit dem Attribut fröhlich versehen. Wann begreift vielleicht auch die Stadt Oberzent, resp. ihr BĂŒrgermeister, dass wir in Zeiten eines klimatischen Notstands leben und sofort alles in Bewegung setzen mĂŒssen, um unsere Haut, und auch den Wald und die Landschaft zu retten ?
Lothar Jost, Eberbach


Von Klara Fall (08.02.22):
Ich fasse mal zusammen, die bestehenden und geplanten/gewĂŒnschte Windparks zwischen Eberbach und Oberzent, als Mittelpunkt, na sagen wir mal KortelshĂŒtte und keine 10 km Umkreis (Luftlinie):

Greiner Eck, StillfĂŒssl, Hebert, Rothenberg, Etzean, Finkenberg, Mossau, Leonhardshof.

Bei wem hier nicht der Groschen fĂ€llt, dass dieser sĂŒdliche Odenwaldzipfel, manche sagen auch "meine Heimat" dazu, den Windbaronen von weit her zur reinen AufstellflĂ€che von rotierenden Profitcentern zur VerfĂŒgung gestellt werden soll, dem ist nicht mehr zu helfen.

Geplant ist eine Landschaftsverschandelung wie in Brandenburg oder im HunsrĂŒck. Initiiert von der großen Politik, mit willfĂ€hrigen grĂŒnen Fußtruppen den den Gemeindeparlamenten und in der Bevölkerung, die die Industrialisierung einer großartigen Landschaft auch noch bejubeln. Wie beim Tanz um das Goldene Kalb. Unglaublich, aber wahr.


Von Stefan Mainzer (07.02.22):
Da sollten sich vielleicht unsere Eberbacher Damen und Herren mal ein Beispiel nehmen. Leider denke ich, das die Aussicht auf die Kohle das Gegenteil bewirkt.

[zurück zur Übersicht]

© 2022 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [VIDEOS]    [TERMINE]    [DISKUSSION]    [ANZEIGENMARKT]
©2000-2020 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM] [DATENSCHUTZERKLÄRUNG]


WERBUNG


Straßenbau Ragucci

Bestattungshilfe Wuscher

Zahradnik

Stellenangebot