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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Stadtpolitik positioniert sich klar dagegen

(tom) Das WindrĂ€der-Spiel in der Stadt Oberzent dreht sich fröhlich weiter. Die Kommune wehrt sich mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen gegen das Ansinnen von Projektierern, auf ihrer Gemarkung Windkraft-Anlagen zu errichten. 2020 verabschiedete die Stadtverordneten-Versammlung mit großer Mehrheit eine entsprechende Resolution. Allerdings lassen sich potenzielle Betreiber davon nicht abschrecken, ihre Planungen voranzutreiben.

Am weitesten gediehen sind diese im Bereich Katzenwinkel oberhalb von Etzean. Hier wollte die Firma Juwi aus Rheinland-Pfalz ursprĂŒnglich fĂŒnf Anlagen auf Oberzent-Gebiet errichten. Aufgrund der NĂ€he zum Stadtteil fielen zwar zwei weg, dafĂŒr gibt es aber drei neue angrenzend auf Mossautaler Gebiet. Bisher zog die Stadt mit ihren rechtlichen Anstrengungen den KĂŒrzeren.

Man wollte dem Betreiber das Wegerecht verwehren, was aber vor Gericht nicht klappte. Im Dezember trudelte nun der Genehmigungsbescheid des RegierungsprĂ€sidiums Darmstadt fĂŒr die drei WindrĂ€der ein. Gegen diesen hat die Stadt bereits per Eilantrag Klage erhoben. Man will damit vermeiden, dass durch den enthaltenen Sofortvollzug bereits vollendete Tatsachen geschaffen werden, erlĂ€utert BĂŒrgermeister Christian Kehrer.

Die BaumfĂ€llungen im betreffenden Gebiet wĂ€ren allerdings schon möglich, ergĂ€nzt das Stadtoberhaupt. Noch unklar ist seinen Worten zufolge, ob die Zuwegung fĂŒr die drei Anlagen Richtung GĂŒttersbach ebenfalls ĂŒber Beerfelden erfolgen wĂŒrde. Im GesprĂ€ch ist hier die Strecke an der Kompostieranlage vorbei.

Objekt der Planer-Begierde ist auch der Finkenberg zwischen Finkenbach, Hinterbach, Olfen und Falken-GesĂ€ĂŸ. Allerdings hat die Stadt dort von den interessierten Firmen „schon lange nichts mehr gehört“. Was aber nicht heißen muss, dass diese nicht im Hintergrund tĂ€tig sind. Von Enercon und NWind sind dort ursprĂŒnglich neun Anlagen geplant.

FĂŒr den Wege- und Leitungsbau sollen 22 FlurstĂŒcke der Stadt in Anspruch genommen werden, teilt Kehrer mit. Ein grĂ¶ĂŸerer Teil gehört aber nur einem Großgrundbesitzer. Verhinderungschancen sieht der BĂŒrgermeister deshalb etwas kritisch. FĂŒr ihn ist aber sowieso der Stavo-Beschluss von 2020 relevant, der grundsĂ€tzlich Rotoren ablehnt.

Diese FlÀche am Finkenberg ist die einzig verbliebene, die im gemeinsamen Windkraft-FlÀchennutzungsplan (FNP) des Odenwaldkreises vorgesehen war. Der wurde allerdings vom RegierungsprÀsidium zugunsten des Windkraft-Regionalplans kassiert, der deutlich mehr Gebiete im Kreis vorsieht. Dagegen gab es einen Normenkontrollantrag. Alle Kreis-Kommunen erwarten mit Spannung die Verhandlung, die Ende April vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig beginnt.

Auf der Hirschhorner Höhe zwischen Rothenberg und Beerfelden mĂŒht sich gerade die Firma PNE ab, die privaten GrundstĂŒcksbesitzer von den Segnungen der Windkraft zu ĂŒberzeugen. Im November gab es ein Treffen, von dessen Ergebnis Kehrer allerdings nichts bekannt ist. Da es jedoch viele verschiedene EigentĂŒmer gibt, „tut sich wenig“. Der Stadt ist es recht.

Oberhalb vom Leonardshof hat Oberzent die Hand darauf. Dort sind alle im Regionalplan genannten FlĂ€chen in stĂ€dtischen Besitz. Wenn fĂŒr dieses Gebiet Anfragen kommen, „sagen wir, dass wir nicht interessiert sind“, erlĂ€utert er. Im FNP war ursprĂŒnglich noch die Sensbacher Höhe vorgemerkt, aber die flog wegen der dortigen schĂŒtzenswerten Vogelpopulation raus.

07.02.22

Lesermeinungen

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Von NIMBY (24.11.22):
Im Internet(TM) kursiert seit lĂ€ngerem ein eigener Begriff fĂŒr die ewigen Windkraft-, Stromleitung-, Baustellengegner usw.: "NIMBYs". Diese AbkĂŒrzung steht fĂŒr "Not in my backyard!" ("Nicht in meinem Hinterhof!". Und ich finde das durchaus treffend.

Kaum jemand zweifelt heutzutage noch ernsthaft daran, dass der Klimawandel uns schon bald vor enorme Probleme stellen wird. Das Bundesverfassungsgericht hat es neulich mehr oder weniger so ausgedrĂŒckt: Die UntĂ€tigkeit der Politik in puncto Klimaschutz bedroht die Freiheit und LebensqualitĂ€t kĂŒnftiger Generationen. Insbesondere unser Energiemix muss sich, neben (Fleisch-)Konsum und Verkehr, Ă€ndern. Sonst wird das nichts.

So weit, so gut - solange die WindrĂ€der im Norden stehen. Kaum ist das eigene Panorama betroffen, schießen die BĂŒrgerinitiativen im SĂŒden schneller aus dem Boden als die WindrĂ€der eigentlich gebaut werden sollten: GrĂŒne Energie meinetwegen, aber hier auf keinen Fall!!! Oder eben: "Not in my backyard".


Von Peter Steiner (14.11.22):
Hach wie schön wĂŒrden sich doch Gaskraftwerke in unseren WĂ€ldern machen. Und wenn das Gas nicht reichen sollte, dann stellen wir noch `n paar Kohlekraftwerke dazu.

Und (Zitat Elmar Elmar Punsch) "...wenn im Pazifik langsam ein paar Inselchen ĂŒberschwemmt werden, weil der Meeresspiegel steigt, mĂŒssen wir hier noch lange nicht durchdrehen. ..."

Wen interessiertÂŽs wenn die Hitze in den sĂŒdlichen LĂ€ndern das Leben langsam unmöglich macht?

WirdÂŽs uns im Sommer zu heiß, machen wir halt die KĂŒhlschrĂ€nke auf um die Luft abzukĂŒhlen.
WirdÂŽs uns im Winter zu kalt, heizen wir doch so richtig los und öffnen die Fenster um die Straßen vom Eis zu befreien.

Hmm, wer will hier behaupten, die Erde sei eine Kugel???!!!



Von My body, my choice (10.11.22):
Überall wird diskutiert, ob weitere WindrĂ€der aufgestellt werden sollen und dafĂŒr BĂ€ume weichen mĂŒssen.
Ich war dann doch erstaunt zu erfahren, dass die bereits vorhandenen WindrÀder gar nicht voll genutzt werden.
Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Makawind berichtet dies mehrfach auf der Webseite des Unternehmens.

Zitat :" Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nĂ€mlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergĂŒtet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzĂ€hlt, der Strom sei knapp und er mĂŒsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry."
Wolfgang Kiene Makawind

Auch am 10.11 schreibt er wieder ĂŒber die Abschaltung des Parks.
Neue WindrÀder benötigen Ressourcen.
BÀume werden gefÀllt.
Vielleicht können sich die Menschen, die WindrÀder vehement fordern, ja einsetzen, dass die bereits vorhandenen nicht abgeschaltet werden


Von Elmar Elmar Punsch (02.11.22):
sehr geehrter Herr Jost,
wo ist bitte der klimatische Notstand ?
wenn im Pazifik langsam ein paar Inselchen ĂŒberschwemmt werden, weil der Meeresspiegel steigt, mĂŒssen wir hier noch lange nicht durchdrehen.
die dortigen Bewohner werden das schon rechtzeitig bemerken, sowas passiert ja nicht von heute auf morgen sondern dauert jahrzehnte-wenn nicht jahrhunderteang - die werden dann dort eben wegziehen mĂŒssen, und Sie können sicher sein, diese inselbewohner werden das völlig unabhĂ€ngig von den deutschen Weltklima-Hysteriker auch völlig selbstĂ€ndig hinkriegen !!
in Europa wird es vielleicht ernst, wenn in ein paar hundert oder tausend Jahren der Meeresspiegel in Holland deutlich steigen sollte , dort gibt es Gebiete, die unter Meeresspiegel besiedelt sind.
das Klima auf der Erde hat sich schon immer gewandelt - bekanntermaßen war das 15.-19. Jahrhundert besonders kalt,deshalb ist es einfach nur kindisch, wenn unsere Klimahysteriker sich immer nur auf dieses (kalte) 15./19. Jahrhundert beziehen, wenn sie den (heutigen) Temperaturanstieg in Relation zum "vorindustriellen " Zeitalter setzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit
Denn vor dieser sog. "kleinen Eiszeit" in Europa, die bis ca. 1850 gedauert hat, gab es von ca 900-1350 die sog. " mittelalterliche warmzeit " in Europa. Wieso wird unser heutiges Klima (2°-Ziel) immer nur in Bezug zur Kaltzeit bis 1850 gesetzt und nicht zur eher mit unserem aktuellen warmen Klima vergleichbaren davorliegenden Warmzeit bis ca.1350 ??
Im Laufe der Erdgeschichte hat sich das Klima immer sehr stark geÀndert, das ist nichts besonders und ganz sicher kein Notstand:
https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte
P.S.:
Den Mut der Stadt Oberzent, sich gegen die Kapitalinteressen der Windrad-Investoren aufzulehnen und zu wehren, kann man gar nicht hoch genug bewerten !!!
Die GrĂŒnen sollten sich schĂ€men, diesen Widerstand zu verunglimpfen, (genauso wie sie sich ihres von der dt. RĂŒstungslobby geschĂŒrten Bombenexport-Wahns in Richtung Russland schĂ€men sollten - wo werden die GrĂŒnen eigentlich sein, wenn als Retourkutsche die ersten russischen Bomben in deutschen StĂ€dten ankommen, und zwar nicht auf dem Landweg, sondern von oben ? In Deutschland oder mit dem Verbrenner-PKW in der Toskana ??).


Von Lothar Jost Jost (08.02.22):
Den Streit um die WindrĂ€der sollte man weder als Spiel bezeichnen, noch mit dem Attribut fröhlich versehen. Wann begreift vielleicht auch die Stadt Oberzent, resp. ihr BĂŒrgermeister, dass wir in Zeiten eines klimatischen Notstands leben und sofort alles in Bewegung setzen mĂŒssen, um unsere Haut, und auch den Wald und die Landschaft zu retten ?
Lothar Jost, Eberbach


Von Klara Fall (08.02.22):
Ich fasse mal zusammen, die bestehenden und geplanten/gewĂŒnschte Windparks zwischen Eberbach und Oberzent, als Mittelpunkt, na sagen wir mal KortelshĂŒtte und keine 10 km Umkreis (Luftlinie):

Greiner Eck, StillfĂŒssl, Hebert, Rothenberg, Etzean, Finkenberg, Mossau, Leonhardshof.

Bei wem hier nicht der Groschen fĂ€llt, dass dieser sĂŒdliche Odenwaldzipfel, manche sagen auch "meine Heimat" dazu, den Windbaronen von weit her zur reinen AufstellflĂ€che von rotierenden Profitcentern zur VerfĂŒgung gestellt werden soll, dem ist nicht mehr zu helfen.

Geplant ist eine Landschaftsverschandelung wie in Brandenburg oder im HunsrĂŒck. Initiiert von der großen Politik, mit willfĂ€hrigen grĂŒnen Fußtruppen den den Gemeindeparlamenten und in der Bevölkerung, die die Industrialisierung einer großartigen Landschaft auch noch bejubeln. Wie beim Tanz um das Goldene Kalb. Unglaublich, aber wahr.


Von Stefan Mainzer (07.02.22):
Da sollten sich vielleicht unsere Eberbacher Damen und Herren mal ein Beispiel nehmen. Leider denke ich, das die Aussicht auf die Kohle das Gegenteil bewirkt.

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