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Burg aus dem Dornröschenschlaf wach küssen

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(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Mit einem gemeinsamen Konzept soll es für die alte Ruine Freienstein in die Zukunft gehen. Um das Arbeitsheft 34 des Landesamts für Denkmalpflege Hessen in Kooperation mit der Stadt Oberzent der Öffentlichkeit vorzustellen, gab es jetzt kürzlich einen Abend mit Fachvorträgen aus verschiedenen Blickwinkeln in der Alten Turnhalle. Doch der Weg wird kein leichter sein: Die ersten Schritte sind getan, aber die Entwicklung wird noch etliche Jahre dauern, war herauszuhören.

Bürgermeister Christian Kehrer freute sich, dass die Präsentation im Jahr des 1250. Jubiläums von Gammelsbach über die Bühne geht. Er dankte allen Beteiligten, „die der Burgruine Freienstein wieder zu altem Glanz verhelfen“. Landrat Frank Matiaske sah bei der Geschichte der alten Mauern Bezüge zum Dornröschen-Märchen.

Der Kuss eines Prinzen ist zwar in der heutigen Zeit unwahrscheinlich, „aber es könnte ja auch der eines dynamischen Bürgermeisters sein“, lobte er die Aktivitäten Kehrers. Zumindest hat der bereits die Feuerwehr vorausgeschickt, um die Dornenhecke zu schneiden, schmunzelte er. Mit der Freienstein „wartet ein wunderschönes Kleinod auf die Menschen“. Zuvor muss es aber noch aus seinem Dornröschenschlaf wach geküsst werden.

Matiaske sah in den Odenwälder Märchen und Sagen eine Symbiose mit der schönen Gegend, „die man überall erleben darf“. Das „faszinierende Gemäuer“ kann in Zukunft viele Aktivitäten entfalten, sagte er. Der Landrat wünschte sich, dass alle gemeinsam als Prinzen somit ans Werk gehen, Dornröschen Freienstein aus seinen Jahrhunderte währenden Schlaf zu erwecken.

Der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, Professor Markus Harzenetter, würdigte die Mitwirkung vieler Experten. Er sah bereits etliche konkrete Projekte erreicht. Harzenetter erwähnte unter anderem die Ideensammlung durch Studierende oder die Beackerung des Themas Naturschutz durch ein botanisches Gutachten. „Es ist unglaublich viel im Hintergrund gelaufen, was nicht sichtbar ist“, betonte er.

Mit all dem wurde eine tragfähige Grundlage für Fördermaßnahmen geschaffen, sagte der Fachmann. Wichtig war in diesem Zusammenhang die Gründung eines Fördervereins, dessen Vorsitzender Jürgen Kammer diesen zum Schluss der Veranstaltung vorstellte. Harzenetter zeigte sich guter Hoffnung, den zu spürenden Schwung in die kommenden Jahre weiterzutragen.

Bezirkskonservatorin Kristin Schubert begleitet die Burgruine bereits seit zehn Jahren, meinte sie. In dieser Zeit wurde ihr Zustand gründlich analysiert und untersucht. Durch Spezialisten gab es darüber hinaus der Freischnitt von schwer erreichbarem Gelände. Per Drohne und Laserscan erfolgten 3D-Aufnahmen, die als Grundlage für die Kartierung von Schäden genutzt werden.

Zur Burgengeschichte referierte Dr. Gerd Strickhausen vom gleichnamigen Burgenbüro. Den vollen Ausbaustand sah er 1629 – also kurz vor dem durch den Dreißigjährigen Krieg einsetzenden Verfall. Denn schon damals waren die Verteidigungsanlagen nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Während der Kriegswirren wurde die Burg Freienstein geplündert, stand einige Jahrzehnte leer, so der Fachmann.

Nach der Vermietung an Bedürftige in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setzte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Verfall fort, als die Mauer zum Burgraben hin einbrach. Als dann die Burg aufgelassen und nach dem großen Stadtbrand von Beerfelden 1810 der Abbruch von Material möglich wurde, fand die Entwicklung zur Ruine ihren Abschluss, spann er den Bogen bis heute.

Thomas Becker, Bezirksarchäologe beim Landesamt für Denkmalpflege, untersuchte die Burg nicht nur als Bau-, sondern auch als Bodendenkmal, erläuterte er. Dies geschah unter anderem durch Georadar. Der historische Plan wird seinen Worten nach sicher weitergeschrieben, um einen Plan der Burganlage zu erhalten, der die Geschichte dieses Ortsbild prägenden Bau wiederzugeben. Den baulichen Zustand der Burgruine aus Sicht des Tragwerkplaners gab Christian Breckner wieder.

16.05.22

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