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Nachrichten > Kultur und Bildung

Heinrich (VII.) samt Gefolgschaft beehrt die Kampagneneröffnung


(Fotos: Bianca Weber-Götzenberger)

(bwg) Zur Eröffnung der fünften Jahreszeit hatte gestern die KG Kuckuck alle Mitglieder, Freunde und Fasnachtsbegeisterte in die Stadthalle Eberbach geladen. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause konnte endlich wieder in die närrische Zeit gestartet werden. Diesmal gab sich hierzu nicht weniger als „Heinrich der VII. in Klammern“ samt Gefolgschaft die Ehre.

Nachdem der Präsident der KG Kuckuck, Udo Geilsdörfer, Begrüßungsworte gesprochen und eine kurze Einordnung des Karnevals in die herausfordernden Zeiten vorgenommen hatte, bot sich für die Zuschauer eine, an mehr oder weniger echte historische Ereignisse angelehnte amüsante Vorstellung:

Anlässlich der kürzlichen Verleihung des Staufertitels an die Stadt Eberbach wollte sich „König Heinrich der (VII.)“, dargestellt von Berthold Ripperger, samt Gefolgschaft höchstselbst von der Titelverleihung in der Gegenwart überzeugen. Angekündigt von „Heroldus Jensus“ (Jens Müller) und einer Gruppe von Herolden, reiste die königliche Truppe aus dem Mittelalter an und verlangte nach Speis, Trank und angemessener Unterhaltung. Kostverächter wurden dabei kurzerhand eingekerkert. Es folgte Minnegesang (Rainer Menges). Das veranlasste die Intervention eines „Sprechers“ aus der Gegenwart. Diese Rolle übernahm der Eberbacher Bürgermeister Peter Reichert persönlich. Er insistierte, dass derlei Gesang und königliche Willkür nicht mehr zeitgemäß seien und pochte auf demokratische Prinzipien. Auf der Bühne entwickelte sich im Folgenden eine Art „Battle“ aus Darbietungen der königlichen Gefolgschaft und aktuellen Gruppen unter Anleitung des Haushofmeisters (Ralph Brenneis): Als Pendant zum Minnegesang von „Fridolin von der Teufelskanzel“ sorgte die „Boygroup“ um Mick Lenz, Jonathan Menges und Silas Müller mit einem gecoverten „Layla“ Hit für Stimmung. Allein im Ritterturnier zwischen historischen Rittern und „Freiwilligen“ (Vertreter des Elferrates) unterlag die gegenwärtige Vertretung mangels Übung und passendem Material. Dafür glänzten die Tänzerinnen und Tänzer beim Flashmob auf „Fantasy Girl“, welcher den ganzen Saal zum Tanzraum verwandelte. Schließlich, von den aktuellen Gesangs- und Tanzkünsten sehr angetan und überzeugt, gab „König Heinrich (VII.)“ seinen Zuspruch zur Verwendung des Staufertitels für die Stadt Eberbach. Es folgten Ausmarsch und Abschluss mit dreifachem „Hoja“ und Einladung zum gemeinsamen Ausklang der Kampagneneröffnung.

Die Tische in der Eberbacher Stadthalle waren mit gut 160 Personen sehr gut belegt. Unter den Gästen waren auch Abordnungen der Karnevalsvereine Eulenspiegel, der Rasselbande und der KG Elz. Der Bürgermeister von Schönbrunn, Jan Frey, Jan Peter Röderer, Stadtrat und Landtagsabgeordneter, sowie der Ehrenpräsident der KG Kuckuck, Dieter Müller, waren ebenso zugegen.

Insgesamt herrschte eine gelöste und heitere Stimmung im Publikum, welches dieses Jahr erstmalig in Eigenorganisation durch Helfer/innen der KGK mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee sowie Getränken versorgt wurde.

07.11.22

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