28.11.2021

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Eberbach soll Modellkommune f├╝r Klimaprojekt werden

(feu) Das und anderes hat der Eberbacher Gemeinderat in seiner ├Âffentlichen Sitzung am 27. September einstimmig beschlossen:

Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats wird die Stadt Eberbach an der Beteiligungswerkstatt zum Thema ÔÇ×Klimaneutralit├Ąt Eberbach 2035ÔÇť teilnehmen. Das Projekt wird vom Verein ÔÇ×Mehr DemokratieÔÇť und dem Institut f├╝r Partizipatives Gestalten organisiert und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert. Ziel ist es dabei auch, mit der Arbeit in Eberbach ein Konzept zu entwickeln, das Modellcharakter haben soll und - mit Anpassungen - auf andere Gemeinden ├╝bertragbar sein soll. Wesentlicher Bestandteil der Beteiligungswerkstatt ist es, alle Beteiligten in den Prozess mitzunehmen, unterschiedliche Meinungen einzubeziehen und damit Spaltungen entgegenzuwirken. Los geht es mit einer ersten Werkstatt als Auftaktveranstaltung im November. Im Februar 2022 sollen im Rahmen einer zweiten Werkstatt unter Einbeziehung des bis dahin vorliegenden Meilensteinplans ÔÇ×konkrete Bez├╝ge und Zukunftspfade daraus abgeleitet werdenÔÇť. Stadtrat Peter Stumpf betonte, wie wichtig es sei, dass die B├╝rgerinnen und B├╝rger auf dem Weg zur Klimaneutralit├Ąt mitgenommen werden. Es sei eine Auszeichnung f├╝r Eberbach, hier Modellkommune sein zu d├╝rfen. Stadtrat Rolf Schieck stellte fest, dass die fachliche Begleitung zur Erreichung des Ziels notwendig sei und hoffte, dass sich daraus Ma├čnahmen entwickeln, die die Stadt auf ihrem Weg zur Klimaneutralit├Ąt weiterbringen.

Regelm├Ą├čiger Tagesordnungspunkt ist der Bericht zum Thema ÔÇ×Klimaneutralit├Ąt 2035ÔÇť. Hier wurde ausgef├╝hrt, dass ein Auftrag zur Erarbeitung des Meilensteinplans in K├╝rze erteilt wird und ein grober Entwurf bereits bis Jahresende vorliegen soll. Die konstituierende Sitzung des Energieteams zur Teilnahme am European Energy Award (eea) hatte am 23. September stattgefunden (wir berichteten) und f├╝r die Erarbeitung eines Mobilit├Ątskonzeptes liegt nun ein Angebot vor. Kurz angesprochen wurde das von der VHS am 21. September veranstaltete B├╝rgerforum zum Klimawandel (wir berichteten).

Einstimmig wurden weitere Auftr├Ąge im Rahmen der energetischen Sanierung von Fassade und Dach des HSG erteilt. Dabei konnten einige Arbeiten nicht vergeben werden, da die Ausschreibungsergebnisse die Kostenberechnungen um ein Vielfaches ├╝berschritten. Diese Arbeiten werden nun erneut ausgeschrieben. Am Zeitplan ├Ąndert das nichts. Durch Optimierungen bei den Bauabl├Ąufen steht nach wie vor der 12. September 2022 als Fertigstellungstermin im Raum.

Gr├╝nes Licht gab es f├╝r das Vorhaben des Bezirksimkervereins, einen Lehrbienenstand auf einem Grundst├╝ck in der Au zu errichten. Alle Fraktionen waren sich einig, dass das ein professionell und mit gro├čem ehrenamtlichen Engagement vorbereitetes Leuchtturmprojekt f├╝r Eberbach sei, dem sehr gerne zugestimmt werde. Die von Stadtrat Rolf Schieck angesprochene denkbare Problematik wegen der N├Ąhe zum Sportplatz wird durch eine Steuerung der Ausflugsbereiche vermieden.

F├╝r die Erschlie├čung der Stra├če ÔÇ×Zum TannenkopfÔÇť in Igelsbach wurde ein Kompromiss f├╝r eine provisorische Herstellung gefunden. B├╝rgermeister Reichert dankte allen daran Beteiligten. Vereinbart wird nun, dass die Stadt die Arbeiten auf eigene Kosten durchf├╝hrt und die erforderlichen Grundst├╝cksfl├Ąchen zur Verf├╝gung gestellt bekommt. Garantiert wird, dass in den n├Ąchsten zehn Jahren keine beitragspflichtige endg├╝ltige Herstellung des ÔÇ×TannenkopfsÔÇť von der Stadt veranlasst wird. Auch hier stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Eine moderate Erh├Âhung des Wasserpreises um 0,18 Euro/m3 von 3,01 ÔéČ/m3 auf 3,19 Euro/m3 (jeweils brutto) ist nach der Kalkulation der Wassergeb├╝hren erforderlich. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch/Jahr von 120 m3 errechnen sich daraus Mehrkosten von 1,80 Euro/Monat bzw.
21,60 Euro/Jahr. Auf Nachfrage von Stadtrat Dietmar Polzin informierte G├╝nter Haag, dass - trotz der notwendigen gro├čen Investitionen - der Wasserpreis in dieser H├Âhe ausk├Âmmlich sei, vorausgesetzt es treten keine erheblichen Kostensteigerungen ein, oder es kommen noch zus├Ątzlich notwendige Projekte hinzu. Die Erh├Âhung des Wasserpreises wurde einstimmig verabschiedet.

Eine positive Nachricht in Sachen Jahresabschluss 2020 der St├Ądtischen Dienste Eberbach konnte G├╝nter Haag ├╝berbringen. Trotz coronabedingter Verluste bei den B├Ądern und dem Verkehr wurde durch das positive Ergebnis bei der Energieversorgung ein Gewinn in H├Âhe von voraussichtlich 16.000 Euro erwirtschaftet.

Die vorgesehene Verwendung der Haushaltsmittel f├╝r Partnerschaften sowie die Annahme von verschiedenen Sach- und Geldspenden fand ebenfalls die einstimmige Zustimmung des Gemeinderats.

28.09.21

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