Mangels Jugendtreff wurde der Schwerpunkt nach draußen verlagert
 Rechts unten v.l. Kirsten Erbach, Elvira Beisel und Gabriel Teulière. (Fotos: Hubert Richter/privat)(hr) Auch wenn es schon lange keinen Jugendtreff in Eberbach gibt, ist der Postillion e.V. im Rahmen der Möglichkeiten auf der Fläche aktiv.
Der ehemalige Postillion-Jugendtreff im Keller der Dr.-Weiss-Schule gehört seit 2019 der Vergangenheit an (Bild links). Die Räume waren dauerhaft zu feucht. Mindestens ebenso lange gibt es Überlegungen und Planungen für einen Ersatzneubau im Bereich des Kulturzentrums Depot 15/7 an der Güterbahnhofstraße (Bild rechts oben). Bis der verwirklicht ist, nutzt das Team der mobilen Jugendarbeit des Vereins Postillion e.V. einen “Freiraum” in der Kellereistraße und verlagert gleichzeitig den Schwerpunkt seiner Arbeit stärker nach draußen – direkt zu den Jugendlichen.
Aufsuchende, mobile Arbeit im öffentlichen Raum sowie Gespräche und Angebote in den Freiräumen stehen nun im Mittelpunkt. Damit vollzieht Postillion einen bewussten Wandel: Weg von einer rein angebotsorientierten Jugendarbeit, hin zu stärkerer Einbindung der Jugendlichen und Übertragung von Verantwortung für ihre eigenen Themen, Ideen und Treffpunkte.
Für einen personelle Neuaufstellung sorgte die Rückkehr von Elvira Beisel nach Eberbach. Bereits 2006 war sie an der Eröffnung des Jugendtreffs beteiligt und prägte als Mitarbeiterin über mehrere Jahre die offene Jugendarbeit. Nun ist sie für die mobile Jugendarbeit zuständig, unterstützt von ihrem Kollegen Gabriel Teulière und auch punktuell durch Kirsten Erbach. Beisel will den weiteren Weg der Jugendarbeit mit Erfahrung, Engagement und frischen Impulsen mitgestalten.
Das Postillion-Team ist zwar auch auf Social Media vertreten, dennoch bleibt der Kern der Arbeit bewusst analog. Denn gerade für junge Menschen seien echte Begegnungen, verlässliche Beziehungen und persönliche Gespräche wichtiger denn je, so Beisel. Digitale Kanäle ergänzten das Angebot, könnten aber nicht den direkten Kontakt ersetzen.
Die Schaffung geeigneter Treffräume bleibe ein zentrales Ziel. Mit Hoffnung und Zuversicht blickt das Team dem neuen Jugendhaus an der Güterbahnhofstraße entgegen.
14.02.26
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