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Nachrichten > Natur und Umwelt

Sturmböen und Regen brachten Horst zum Absturz

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(Fotos: StVE/Forst BW)

(hr) (stve) in einer gemeinsamen Aktion der Stadtförsterei Eberbach und Forst BW wurde im Eberbacher Stadtwald eine Nisthilfe für seltene Schwarzstörche angebracht.

Seit einigen Jahren brüten im Odenwald und auch im Stadtwald Eberbach wieder einige Schwarzstörche. Diese seltenen und bedrohten Tiere sind sehr scheu und stehen unter besonderem Schutz. Daher war es keine gute Nachricht, als Vogelschützer Dr. Max Schulz vom Nabu feststellen musste, dass ein Schwarzstorchhorst im Stadtwald kürzlich zu Boden gestürzt war. Ursache waren vermutlich die starken Regenfälle und der anschließende Wind. Schnelle Hilfe war nun gefragt, um den in Kürze aus ihren Winterquartieren heimkehrenden Schwarzstörchen ihren Horst wieder anbieten zu können. Fündig wurde der Eberbacher Forstrevierleiter Max Kaufmann beim Forstbezirk Odenwald von Forst BW in Schwarzach: Koordiniert durch den Leiter des dortigen Forstlichen Stützpunkts, Nils Gütle, wurden bereits mehrfach Nisthilfe-Plattformen für Schwarzstorch-Horste gebaut und ausgebracht. Unter der Leitung von Forstwirtschaftsmeister Jonas Gimber bauten die Forstwirt-Auszubildenden Jakob Schmelcher und Harry Hanewald mit der Ausbildungs-Assistentin Lena Koch die künstliche Nisthilfe. Das herabgefallene Nistmaterial wurde dann vor Ort wieder zu einem Horst verbaut, sobald der Unterbau sicher im Baum befestigt war.

Dieser Unterbau wurde vom Forstwirtschaftsmeister, der auch als Baumpfleger und Seilkletterer tätig ist, gemeinsam mit seinem Kollegen Kai Faller am alten Platz in einer Höhe von etwa 18 m wieder sicher in der Baumkrone auf einem starken Seitenast angebracht (Bild links). Die vom Boden aus helfenden Auszubildenden befestigten auf Zuruf benötigtes Material und Werkzeug an Seilen, die mittels eines Seilzugs in die Höhe gezogen wurden. Dr. Max Schulz und Christina Kunze vom NABU Eberbach verfolgten die Aktion gespannt. Die Kosten übernimmt die Stadt mit Beteiligung des örtlichen NABU sowie einer privaten Spende. Nun bleibt zu hoffen, dass die Schwarzstörche nach der Rückkehr aus ihrem Winterquartier den aufwändig wieder hergerichteten Brutplatz auch nutzen.

20.03.26

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