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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Vorzeigeprojekt für nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung


v.l. Bürgermeister Bernhard Knörzer, Landrat Dr. Achim Brötel und Bundesministerin Nina Warken drückten den Buzzer zur offiziellen Inbetriebnahme.(Foto: Hubert Richter)

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(hr) Ein zukunftsweisendes Projekt für die örtliche Energieversorgung konnte jetzt in Neunkirchen abgeschlossen werden. Das Nahwärmenetz “100% Neunkirchen - Wärmeversorgung lokal, regenerativ und nachhaltig” wurde gestern Nachmittag durch Bürgermeister Bernhard Knörzer im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken offiziell eingeweiht.

Das Kernstück - die Energiezentrale neben dem Sportplatz - wurde bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen, nach mehreren Jahren der Planung und rund 14 Monaten Bauzeit. Spatenstich dafür war im März 2024. Die zentrale Heizanlage wird mit Holzhackschnitzeln aus dem Gemeindewald, aus Landschaftspflegegehölz und aus dem Grüngutplatz betrieben - also aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie hat eine Heizleistung von 1.600 Kilowatt und wurde mit einem modernen Rauchgaskondensationssystem ausgestattet, das besonders effizient arbeiten soll. Unterstützt wird das Heizsystem durch eine Großwärmepumpe, die im Sommer Umweltwärme aus der Luft nutzt. Der Strombedarf hierfür wird aus einer nahegelegenen Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 750 kWp gedeckt. Ein Wärmespeicher mit einem Volumen von 1.000 Kubikmetern Wasser ermöglicht zudem, überschüssige Wärme zwischenzuspeichern und bedarfsgerecht ins Nahwärmenetz einzuspeisen. Ein 66 kWh-Batteriespeicher rundet das Energiepaket ab. Das Neunkirchener Nahwärmenetz hat eine Gesamtlänge von rund 10 Kilometern. Die Anlage soll künftig jährlich etwa 5.200 Megawattstunden Wärme erzeugen und dabei rund 1.900 Tonnen CO₂ einsparen.

In den vergangenen Monaten wurde der Ausbau des Nahwärmenetzes in der Gemeinde weiter vorangetrieben, mit zahlreichen Baustellen und Straßensperrungen. Nach deren Fertigstellung können nun mehr als 200 Haushalte und Gebäude klimafreundlich mit Wärme versorgt werden. Die Gesamtkosten für die Gemeinde bzw. den Eigenbetrieb Energie belaufen sich auf 11,1 Mio. Euro. 7,7 Mio. Euro kommen als Förderung vom Bund. Mit weiteren 3,5 Mio. Euro wurden die Kosten für die Gebäudeanschlüsse angegeben, und die gleich mit verlegte Glasfaser-Infrastruktur verursachte einen Aufwand von über 1 Mio. Euro.

12.07.26

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