In Netzwerk gegen Diskriminierung aufgenommen
 V.l. Schulleiter Rüdiger Jörder, Patin Büsra Isik und SMV-Vertreterin Lara Guckenhan. (Fotos: privat)(hr) (sp) Am 14. Juli wurde die Theodor-Frey-Schule in Eberbach offiziell in das bundesweite Netzwerk “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" aufgenommen.
Den Anstoß dazu gab die Schülermitverantwortung (SMV) zu Beginn des Schuljahrs, als sie gemeinsam mit den Verbindungslehrkräften bei der Schulleitung anregte, Teil des Netzwerks werden zu wollen. Die Schulleitung unterstützte diesen Weg. Es folgte eine schulinterne Abstimmung, bei der sich 84 Prozent aller am Schulleben Beteiligten dafür aussprachen, den Titel zu anzustreben.
Für Schulleiter Rüdiger Jörder reicht der Titel allein aber nicht aus. Vielmehr müsse der Gedanke dahinter jeden Tag aufs Neue gelebt werden. Das bedeute auch, Courage zu zeigen - bei vermeintlich harmlosen Witzen ebenso wie bei Kommentaren in den sozialen Medien, oder wenn jemand ausgeschlossen wird, weil er bzw. sie “anders“ wirkt. Als Patin konnte die Schule mit Büsra Isik eine Persönlichkeit gewinnen, die sich seit Jahren beruflich und ehrenamtlich für Menschen in der Region einsetzt. Isik betonte in ihrer Rede, dass Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Lebensweise niemals Gründe für Ausgrenzung sein dürften.
Das Netzwerk “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wurde 1995 als Antwort auf rassistische Ausschreitungen gegründet. Mittlerweile gehören über 420 Schulen in Baden-Württemberg und über 5.000 deutschlandweit dazu. Bei strahlendem Wetter feierten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Gäste gemeinsam im Schulpark die Aufnahme der TFS in das Netzwerk. Zu den bewegendsten Momenten der Feier zählte die Rede der SMV-Vertreterin Lara Guckenhan. Sie zeichnete das Bild einer Schule, in der niemand Angst haben muss, aufzufallen – in der Name, Hautfarbe oder Herkunft nicht darüber entscheiden, wie man behandelt wird. Mut, so ihre Botschaft, zeige sich oft in kleinen Gesten: sich zu jemandem setzen, der allein ist, jemanden verteidigen, über den gelacht wird, oder einfach im richtigen Moment “Nein, das geht zu weit" sagen.
Höhepunkt der Feier war die Übergabe der Urkunde, mit der die Theodor-Frey-Schule nun offiziell Teil des Netzwerks ist. Im Anschluss eröffnete Schulleiter Jörder das umfangreiche interkulturelle Buffet, zu dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende der Schule mit viel Engagement Speisen aus aller Welt beigesteuert hatten. So trafen unter anderem afrikanische auf syrische, ukrainische, polnische und natürlich deutsche Köstlichkeiten, die mit Stolz den Mitschülern präsentiert und von allen probiert wurden.
21.07.26
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